Familienrecht Dortmund

Rechtsanwältin Farzaneh Klein-Endebrock steht Ihnen im Bereich des Familienrechts mit Rat und Tat zur Seite. Sie darf seit Herbst 2016 die Bezeichnung Fachanwältin für Familienrecht führen und bildet sich in diesem Bereich kontinuierlich fort.

Die Familie ist die Keimzelle der Gesellschaft. Diese Vorstellung von der Gesellschaft trägt sich durch die Jahrzehnte. Trotzdem kommt es vor, dass sich Menschen nach einer mehr oder weniger langen Zeit trennen. Nach einer Trennung und einer Scheidung stellen sich viele Fragen. Es spielen das Unterhaltsrecht, der Zugewinnausgleich, das Sorgerecht, das Umgangsrecht bei gemeinsamen Kindern und der Versorgungsausgleich und nicht zuletzt der Hausrat eine große Rolle. Die Eheleute, die sich in vielen Punkten einig sind, können eine Trennungs- und Scheidungsvereinbarung schließen. So können die jeweiligen Vorstellungen der Beteiligten festgehalten werden, um Streit und Kosten zu vermeiden.

Sie wollen, dass Ihre Vaterschaft festgestellt wird oder Sie wollen Ihre Vaterschaft anerkennen lassen, dann kommt eventuell eine Vaterschaftsanerkennung/-anfechtung/-feststellung in Betracht.

Ihre persönliche Ansprechpartnerin:

Farzaneh
Klein-Endebrock

Fachanwältin für
Familienrecht

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Scheidung

Bei einer Scheidung sind vor allem folgende Fragen zu klären: Wann können Sie sich scheiden lassen? Wie lange dauert das Verfahren? Was können Sie tun, damit Ihre Scheidung schneller erfolgt? Welche Kosten kommen auf Sie zu? Reicht ein Rechtsanwalt aus?

Verfahrenskostenhilfe/Beratungshilfe

Es besteht die Möglichkeit, für ein familienrechtliches Verfahren Verfahrenskostenhilfe oder für die Beratung außergerichtlich im Vorfeld einen Berechtigungsschein für Beratungshilfe beim Gericht zu beantragen.

Trennungsjahr

Vor Einreichung der Scheidung müssen die Eheleute mindestens ein Jahr getrennt leben. Erst danach sehen die Gerichte eine Ehe laut § 1566 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) als gescheitert an. Das Jahr dient dazu, dass die Eheleute sicher sein sollen, dass sie tatsächlich die Ehe beenden wollen.

Wenn Sie einen Antrag auf Scheidung stellen, muss der Beginn des Trennungsjahres nachgewiesen werden. Außerdem darf in diesem Zeitraum keine häusliche oder wirtschaftliche Gemeinschaft zwischen den Eheleuten bestehen.

Während des Trennungsjahres hat der weniger verdienende Ehegatte bereits einen Unterhaltsanspruch, sowie auch die gemeinsamen Kinder. Kindesunterhalt und Umgangsrechte können bereits während des Trennungsjahres geklärt werden.

Scheidung bei im Ausland geschlossener Ehe

In einem multikulturellen Staat wie Deutschland kommt es nicht selten vor, dass Ehen im Ausland geschlossen wurden. Möchten die Eheleute die Scheidung durchführen, ist das Verfahren nicht so langwierig, wie man sich vielleicht vorstellt. Das deutsche Scheidungsrecht ist hier großzügig. Auch bei Ehen, die im Ausland geschlossen wurden, kann deutsches Recht gelten. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass einer der Ehegatten seinen Wohnsitz in Deutschland hat. Ob nun das deutsche oder ausländische Recht gelten soll, ist in diesem Fall von den Eheleuten selbst zu wählen.

Außerdem müssen für die Scheidung folgende Kriterien erfüllt sein:

1. Einhaltung des Trennungsjahres

2. Persönliche mündliche Anhörung beider Eheleute

3. Zustellmöglichkeiten der Gerichtspost für die im Ausland lebende Partei

Die persönliche Anwesenheitspflicht zum Anhörungstermin stellt für die im Ausland lebende Partei oftmals eine Hürde dar. Hier sind die Gerichte allerdings oftmals kulant. Wenn alle Unterlagen zur Feststellung der Identität Ihre Richtigkeit haben, sind auch alternative Wege möglich. 

Trennungs- und Scheidungsvereinbarung

Sie trennen sich. Sie haben Kinder. Sie haben Vermögen. Sie sind sich grundsätzlich einig und wollen einen Streit vor Gericht möglichst vermeiden, um nicht weiteren Stress und zusätzliche Kosten entstehen zu lassen. In einem solchen Fall können Sie eine Trennungs- und Scheidungsvereinbarung passend nach Ihren Wünschen, Möglichkeiten und Bedürfnissen aufsetzen lassen.

Versorgungsausgleich

Wenn Sie sich scheiden lassen, wird zudem der Versorgungsausgleich durchgeführt. Das betrifft Ihre Rente. Sie fragen sich z.B., ob Sie Ihre Rente für sich behalten können, ob und wann es möglich ist, dass auf die Durchführung des Versorgungsausgleichs verzichtet werden kann. Welche Voraussetzungen müssen vorliegen?

Unterhaltsrecht

Das Unterhaltsrecht umfasst viele Bereiche. Es gibt Ehegattenunterhalt in der Trennungszeit und nach der Scheidung. Die Höhe des Unterhalts kann hierbei sehr unterschiedlich sein.

Sie wollen sich trennen noch bevor Sie geschieden sind und fragen sich, ob und in welcher Höhe Sie Trennungsunterhalt bis zur Scheidung erhalten. Sie wollen wissen, was nach der Scheidung ist. Erhalten Sie dann weiterhin Unterhalt und falls ja, wie lange und in welcher Höhe. Was ist mit dem gemeinsamen Kind, mit den gemeinsamen Kindern. In welcher Höhe erhalten die Kinder Unterhalt und bis wann? Wer darf das Kindergeld bekommen? Wer bezahlt die Schulbücher? Wer bezahlt den Musik- und Nachhilfeunterricht des gemeinsamen Kindes?

Zudem haben Ihre Eltern möglicherweise einen Anspruch gegen Sie auf Zahlung von Elternunterhalt (z.B. Kosten der Heimunterbringung).

Sie sind unverheiratet und haben ein gemeinsames Kind. Sie wollen wissen, ob Ihnen Unterhalt wegen Betreuung des Kindes zusteht.

Sie leben in einer Patchworkfamilie. Sie haben aus verschiedenen Beziehungen mehrere Kinder. Und Sie möchten wissen, wem gegenüber Sie Unterhalt schulden und wem gegenüber nicht. Oder von der anderen Seite betrachtet: Sie möchten wissen, von wem Sie für welches Kind in welcher Höhe einen Anspruch auf Zahlung von Unterhalt haben und ob Sie selbst auch einen Anspruch auf Unterhalt haben.

Es existiert gegen Sie ein Unterhaltstitel und die zugrunde liegenden Umstände haben sich geändert. Sie sehen sich nicht mehr in der Lage, die Zahlung entsprechend des Titels fortzusetzen. Sie möchten wissen, ob Sie gegen den Titel etwas unternehmen können.

Hausrat

Was passiert eigentlich mit dem Hausrat? Wie werden Ihre Möbel aufgeteilt? Müssen Sie für alles noch Quittungen haben?

Zugewinnausgleich

Sie haben während der Ehezeit ein Haus gekauft oder gebaut. Sie haben sich andere Vermögenswerte angeschafft. Was passiert damit nach der Scheidung? Wie wird das Geld berücksichtigt, das Sie in die Ehe mitgebracht haben? Wie können Sie Ihren eigenen Anspruch auf Zugewinnausgleich geltend machen? Wie lange haben Sie dafür Zeit?

Oder: Sie haben z.B. noch vor der Ehe ein Haus geerbt. Bleibt das Haus Ihnen erhalten oder müssen Sie etwas davon abgeben?

Sorgerecht

Aus Ihrer gemeinsamen Ehezeit ist ein Kind oder sind mehrere Kinder hervorgegangen. Für Sie stellt sich jetzt die Frage, wer darf eigentlich den Aufenthaltsort bestimmen. Wer darf bestimmen, zu welcher Schule, zu welchem Arzt die Kinder gehen? Können Sie auch beantragen, das Sorgerecht alleine auszuüben, also das alleinige Sorgerecht zu bekommen? Unter welchen Voraussetzungen ist dies möglich? Wer entscheidet, wann, wo und mit wem die Kinder Urlaub machen? Was können Sie machen, wenn Sie sich bei einer wichtigen Frage bzgl. des gemeinsamen Kindes/ der gemeinsamen Kinder nicht einig sind? Wie ist das Sorgerecht für nicht miteinander verheiratete Eltern geregelt?

Aufenthaltsbestimmungsrecht

Das Aufenthaltsbestimmungsrecht ist als Recht eines Elternteils definiert, der darüber bestimmt wo sich das gemeinsame Kind aufhält. 

Während der Ehe im gemeinsamen Haushalt verfügen beide Eltern über das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Kommt es aber zur Trennung bzw. Scheidung, kann entschieden werden wer das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht ausübt. Darüber können sich die Eltern selbst einigen. In vielen Fällen ist dies aber nicht möglich, so dass dann das Familiengericht entscheidet. Dabei achtet das Gericht auf das Kindeswohlprinzip. Hat einer der Elternteile kein Sorgerecht, so hat er automatisch auch kein Aufenthaltsbestimmungsrecht. Das Umgangsrecht bleibt vom Aufenthaltsbestimmungsrecht unberührt.

Insofern ein Elternteil das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht erhalten möchte, kann es im Falle der Dringlichkeit über eine einstweilige Anordnung beim Familiengericht beantragt werden. Dies ist vor allem anzuwenden, wenn klar ist, dass der andere Elternteil in Bezug auf das Kindeswohl seinem Sorgerecht nicht gerecht wird. 

Umgangsrecht

Ihr gemeinsames Kind, Ihre gemeinsamen Kinder leben nicht bei Ihnen, sondern bei dem Kindesvater bzw. der Kindesmutter. Der ehemalige Partner, die ehemalige Partnerin lässt Sie aber nicht das Kind sehen oder der Besuchskontakt mit Ihrem Kind verläuft nicht regelmäßig. Daher fragen Sie sich, was Sie tun können, um Ihr Kind zu sehen. Wie kann der Umgang ausgestaltet sein? Sie möchten wissen, ob Sie Ihr Kind nur alle zwei Wochen sehen dürfen, nur in den Ferien? Können Sie Informationen über die Entwicklung des Kindes (z.B. Zeugnisse, gesundheitliche Entwicklung) verlangen?

Haben andere Bezugspersonen, z.B. Großeltern das Recht auf Umgang?

Verfahrensbeistand

Ein Verfahrensbeistand wird vom Gericht bestellt. Er hat das Interesse des Kindes festzustellen und im gerichtlichen Verfahren zur Geltung zu bringen.

Vaterschaft: Anerkennung/Anfechtung/ Feststellung

Wie können Sie die Vaterschaft anerkennen? Welche Folgen werden die Anerkennung mit sich bringen? Können Sie die Vaterschaft wieder anfechten? Unter welchen Voraussetzungen hat die Anfechtung hohe Erfolgsaussichten? Kann die Vaterschaft gerichtlich festgestellt werden?

Namensänderung nach Scheidung

Nach einer Scheidung können Sie entweder Ihren Familiennamen behalten oder Ihren Geburtsnamen wieder annehmen. Des Weiteren bestehen folgende Möglichkeiten:

1. Sie können den Nachnamen aus einer vorherigen Ehe annehmen.

2. Sie können den Geburtsnamen dem aktuellen Ehenamen als Doppelnamen anfügen.

3. Falls Sie einen Doppelnamen angenommen haben, können Sie den Namen Ihres Ex-Partners widerrufen lassen.

Hierfür ist ein Antrag beim Standesamt zu stellen. Die Erklärung und der Widerruf müssen öffentlich beglaubigt werden.

Sie müssen folgende Unterlagen zur Antragstellung beim Standesamt einreichen:

Namensänderung bei Kindern

Das Kind erhält den Ehenamen seiner Eltern als Geburtsnamen. Führen Sie als Eltern keinen Ehenamen und steht Ihnen die Sorge des Kindes gemeinsam zu, so bestimmen Sie durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Namen, den Sie als der Vater oder die Mutter zur Zeit der Erklärung führen, zum Geburtsnamen Ihres Kindes. Eine nach der Beurkundung der Geburt abgegebene Erklärung muss öffentlich beglaubigt werden. Diese Bestimmung gilt auch für Ihre weiteren Kinder.

Wenn die Eltern nicht innerhalb eines Monats nach der Geburt des Kindes eine Bestimmung treffen sollten, überträgt das Familiengericht das Bestimmungsrecht einem Elternteil.

Wenn das Kind nicht im Inland geboren ist, wird das Gericht einem Elternteil das Bestimmungsrecht nur auf Antrag übertragen. Antragsberechtigt sind ein Elternteil oder das Kind.

Wenn Sie als Eltern keinen Ehenamen führen und steht die elterliche Sorge nur einem Elternteil von Ihnen zu, so erhält Ihr Kind den Namen des sorgeberechtigten Elternteils.

Sie können als der Elternteil, dem die elterliche Sorge für ein unverheiratetes Kind allein zusteht, dem Kind durch Erklärung gegenüber dem Standesamt den Namen des anderen Elternteils erteilen. Die Erteilung bedarf der Einwilligung des anderen Elternteils und, wenn das Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat, auch der Einwilligung des Kindes. Auch hier müssen die Erklärungen öffentlich beglaubigt werden.

Sie haben die gemeinsame Sorge mit Einwilligung des sorgeberechtigten Elternteils oder durch eine gerichtliche Entscheidung erhalten. Nach der Begründung der gemeinsamen Sorge, kann der Name des Kindes innerhalb drei Monaten neu bestimmt werden.

Wird rechtskräftig festgestellt, dass Sie nicht der Vater des Kindes sind, das Ihren Namen trägt, so kann das Kind auf seinen Antrag oder, wenn das Kind das fünfte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, auch auf Ihren Antrag, den Namen, den die Mutter im Zeitpunkt der Geburt des Kindes führt, als Geburtsnamen erhalten.

Sie als Eltern bestimmen einen Ehenamen, nachdem Ihr Kind das fünfte Lebensjahr vollendet hat. In diesem Fall erstreckt sich der Ehename auf den Geburtsnamen des Kindes nur dann, wenn es sich der Namensgebung anschließt. Dies gilt auch, wenn sich der Ehename, der Geburtsname eines Kindes geworden ist, sonst zum Beispiel durch eine Eheschließung oder sonst auf andere Weise ändert.

Anerkennung einer ausländischen Scheidung in Deutschland

Grundsätzlich steht es jedem Staat frei, welche Hoheitsakte im jeweiligen Land anerkannt werden. Scheidungen im Ausland sind daher zunächst nur im vorgenommenen Land rechtsgültig. Die Justizverwaltungen im jeweiligen Bundesland können aber auf Antrag Anerkennungen durchführen. Hat ein Gericht oder eine Behörde des Staates entschieden, dem beide Ehegatten zur Zeit der Entscheidung angehört haben, hängt die Anerkennung nicht von einer Feststellung der Landesjustizverwaltung ab.

Zuständig ist die Justizverwaltung des Landes, in dem ein Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat. Hat keiner der Ehegatten seinen gewöhnlichen Aufenthalt im Inland, ist die Justizverwaltung des Landes zuständig, in dem eine neue Ehe geschlossen oder eine Lebenspartnerschaft begründet werden soll. Wenn eine andere Zuständigkeit nicht gegeben ist, ist die Justizverwaltung des Landes Berlin zuständig. 

Antragsberechtigt sind nicht nur die betroffenen Personen. Auch Personen, die ein rechtliches Interesse am Status haben, können einen Antrag stellen. Dies sind beispielsweise Verlobte, Erben oder spätere Ehegatten. Aber auch Behörden, wie die Rentenversicherungsanstalten, können eigene Anträge stellen.